UNI 1st Welt-Kongress
Sonntag 9. September
Deutsch - English

 


Kongressnachrichten:
UNI verlangt Maßnahmen gegen Simbabwe
09.09
Stopp der Unterdrückung in Burma
08.09
Die Macht teilen und die Globalisierung neu ausrichten 08.09
Kofi Annan und Walter Riester unterstützen Gewerkschaftsrechte 08.09

Kernpunkt: Organisieren, Organisieren, Organisieren
07.09
Kongress verlangt Freilassung inhaftierter Gewerkschafter
06.09
Die Menschen sind die Verlierer in der instabilen neuen Wirtschaft
06.09
Frank Bsirske, ver.di President
06.09
Wir alle gehören zur UNI-Familie 05.09
Die Welt braucht die UNI ! 05.09
‘Freedom Roll’ rückt Menschenrechte in den Brennpunkt des UNI-Weltkongresses 05.09

UNI-Pressemitteilung

UNI verlangt Maßnahmen gegen Simbabwe

UNI-Weltkongress wählt zum Abschluss eine Frau in das Amt des Präsidenten

Im Verlauf der Schluss-Sitzung des UNI-Weltkongresses in Berlin verlangten die Delegierten einen zeitweiligen Ausschluss Simbabwes aus dem Commonwealth und einen erhöhten Druck von Seiten europäischer Regierungen angesichts der in diesem Land beobachteten Verstöße gegen Menschen- und Gewerkschaftsrechte.
Die Delegierten stimmten einem Antrag zu, der die Wiederherstellung aller demokratischen Rechte in Simbabwe verlangte.
"Der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung in Simbabwe und die Verfolgung von Minderheiten durch das Mugabe-Regime, mit dem Ziel der Landbesitzerergreifung, ist nichts anderes als eine ethnische Säuberung", erklärte Gift Chimanikire, von der Post- und Telekom-Gewerkschaft Simbabwes auf dem Kongress.
"Für jeweils 10 umgesiedelte Regierungsbefürworter auf jeder Farm werden 100 Familien - das heißt, über 500 Personen - vertrieben, und diese wissen nicht, wo sie eine neue Heimat finden".
Die Regierung unter Mugabe nimmt auch die Gewerkschaften unter Beschuss, erklärte Gift Chimanikire, der der Oppositionspartei der Bewegung für einen demokratischen Wandel und dem Zimbabwe Congress of Trade Unions angehört.
Viele öffentlich Bedienstete haben aufgrund des Gesetzes kein Recht, Gewerkschaften beizutreten, und Gewerkschaftsführer sind ständigen Angriffen und Schikanierungsmaßnahmen ausgesetzt. Gift Chimanikire beschuldigte die Regierung, mit der Schaffung unechter Gewerkschaften eine Spaltung bei den Arbeitnehmern herbeizuführen.
Der Kongress sicherte auch den Gewerkschaften Argentiniens Unterstützung in ihrem Kampf für die Erhaltung sozialer Rechte zu, angesichts der Sparmassnahmen, die nach einem Angriff auf den Peso in diesem Land eingeführt wurden.
Der Kongress lehnte die Lohn- und Leistungskürzungen bei öffentlich Bediensteten und Rentnern ab und brachte seine Solidarität mit der Bevölkerung und der Gewerkschaftsbewegung Argentiniens zum Ausdruck.
Mai-Len Remahl aus Finnland wurde als Nachfolgerin von Kurt van Haaren, ver.di (früher DPG) für die Zeit von 2001-2003 zur zweiten Präsidentin der UNI gewählt.
Sie ist Vorsitzende der 200'000 Mitglieder zählenden Dienstleistungsgewerkschaft PAM in Finnland und eine der aktiven Befürworterinnen der Zusammenarbeit zwischen den Gewerkschaften in den nordischen Ländern.
Joe Hansen, Amerika, wurde für die Zeit zwischen 2003 und dem nächsten UNI-Weltkongress in den Vereinigten Staaten im Jahre 2005 zum dritten UNI-Präsidenten gewählt.
Er war früher in der Fleischverarbeitung tätig und ist heute Secretary Treasurer der United Food and Commercial Workers Union (USA und Kanada). In seinem am Kongress gehaltenen Grundsatzreferat legte er den Gewerkschaften nahe, ihre Aktionärsstimmrechte in Pensionsfonds einzusetzen, um die Unternehmen zu einem verantwortungsvolleren Handeln zu zwingen. Joe unternimmt in den USA zudem große Anstrengungen, um die Immigrationsrechte von Arbeitnehmern ohne Papier zu verbessern.
Der Kongress verlangte schließlich neue Rechte für die neuen Arbeitnehmer in der globalen Wirtschaft, die oft keine Arbeitsverträge besitzen und unter schwierigen Bedingungen tätig sind, so zum Beispiel in Call Centern, wo komplizierte Schichtarbeit verlangt wird.
"Dieser Kongress war von entscheidender Bedeutung", erklärte der wiedergewählte UNI-Generalsekretär Philip Jennings.
"Wir brauchen eine Globalisierung menschlicher Prägung, und die Gewerkschaften müssen auf internationaler Ebene noch enger zusammenarbeiten, um Einfluss auf die multinationalen Unternehmen zu gewinnen, die unser Leben in zunehmendem Maße bestimmen".
Wir wohnen einer Wiedergeburt von Gewerkschaften bei, die auch die neuen Beschäftigten, häufig Selbstständige und ArbeitnehmerInnen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen, ansprechen."

Weitere Informationen erteilen:

Philip Jennings, UNI-Generalsekretär
Noel Howell, UNI-Pressesekretär 0041 79 446 2703 (Mobil)

Go to: About Us - News Desk - Affiliates Only - Welcome