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Was hindert die Frauen daran, in der
neuen Wirtschaft zu Gewinnerinnen zu werden?
Bildung und Aus- und Weiterbildung sind von
entscheidender Bedeutung, um die Frauen in der neuen Wirtschaft zu
Gewinnerinnen zu machen.
Zu diesem Schluss gelangen die Autoren eines Hintergrundpapiers, das für
einen 3 1/2-stündigen Workshop der UNI-Weltfrauenkonferenz vorbereitet
wurde.
Zunächst gilt es jedoch, wichtige Ungleichheiten in der formellen Bildung
und Berufsausbildung zwischen Männern und Frauen zu beseitigen.
Auch wenn es darum geht, Berufs- und Familienleben miteinander in Einklang
zu bringen, muss berücksichtigt werden, dass die Frauen nach wie vor die
Hauptverantwortung für Haushalt und Familie tragen.
Die Arbeitsaufgaben, die vornehmlich von Frauen ausgeführt werden, sind
in der Regel tiefer eingestuft und schlechter entlohnt, als diejenigen,
die mehrheitlich Männerdomäne sind.
Eine noch nicht abgeschlossene UNI-Erhebung in den Sektoren Handel und
Finanz in Europa zeigt zudem, dass neue gläserne Decken entstehen, die
Frauen an einem beruflichen Aufstieg hindern.
Dem gegenüber stehen aber positive Entwicklungen: In Indien werden die
Frauen laut Prognosen am Ende dieses Jahres 30% der Beschäftigten im
Softwaresektor ausmachen - in der Mobiltelephonie sind schätzungsweise
250'000 Arbeitsplätze für Frauen geschaffen worden.
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UNI
Generalsekretär, Philip Jennings, spricht zur Welt-Frauen-Konferenz |
Ein IAO-Beschäftigungsbericht zeigt, dass die Frauen in
der digitalen Wirtschaft in der exportorientierten
Online-Informationsverarbeitung heute die wichtigste Rolle spielen.
Bei vielen der neuen Jobs handelt es sich jedoch um Gelegenheits- und
Teilzeitarbeit geringer Qualität.
Selbst wenn Telearbeit die Beschäftigungsmöglichkeiten erhöht, wird
befürchtet, dass die neuen Formen der Arbeit an der ungleichen Verteilung
der Haushalt- und Familienpflichten so lange nichts ändern, als
Tele(heim)arbeit ausschließlich als eine Option für Frauen betrachtet
wird.
Der IAO-Bericht ist sehr positiv:
"Informations- und Kommunikationstechnologien haben neue Formen der
Arbeit geschaffen, die die Frauen begünstigen, da die Arbeit von zu Hause
aus verrichtet werden kann und eine bessere Anpassung der
Arbeitsorganisation an Familienpflichten erlaubt".
Viele der bestehenden sozialpolitischen Regelungen stellen jedoch für die
Frauen auch in der neuen Wirtschaft Hindernisse dar.
Während die Frauen einen wachsenden Anteil der Erwerbstätigen ausmachen,
verbringen sie - auf Grund der Kindererziehung - weniger Zeit am
Arbeitsplatz, was sich entsprechend auf die berufliche Laufbahn, die
Einkommen und sogar die Renten auswirkt.
"Greifbare Veränderungen werden dann eintreten, wenn Männer und
Frauen die gleichen Möglichkeiten erhalten, ihr Familien- und Berufsleben
miteinander in Einklang zu bringen, und wenn Männer ermutigt werden, von
diesen Möglichkeiten Gebrauch zu machen", heißt es im UNI-Papier.
Flexibilität ist heute das Schlagwort in der Arbeitswelt.
Die positive Seite ist die erhöhte Flexibilität im Bereich der
Familienpflichten.
Als negativ wird die Förderung der Teilzeit- und Gelegenheitsarbeit und
der zeitlich befristeten Verträge betrachtet, die oft nicht die
Leistungen vorsehen, die Vollzeitkräften gewährt werden.
In diesem Zusammenhang müssen auch die "Sweatshops" der
schlecht geführten Call Center und der Exportverarbeitungszonen genannt
werden, zu denen die Gewerkschaften keinen Zugang haben.
Das UNI-Papier gelangt zum Schluss, dass Globalisierung allein keine
Garantie für eine Verringerung der Ungleichheiten zwischen Männern und
Frauen darstellt.
Die Frauen werden nur dann Gewinnerinnen in der neuen Wirtschaft sein,
wenn sie globalen Zugang zur Ausbildung und zu allen Werkzeugen der
Informationsgesellschaft erhalten, die über das Internet verfügbar sind.
In einem kürzlich von der IAO veröffentlichten Bericht heißt es, dass
es nur einem geringen Anteil der Frauen gelingt, in leitende Positionen
aufzusteigen. "Die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern werden
in der neuen Wirtschaft fortdauern, wenn nicht geeignete politische
Maßnahmen ergriffen werden", so das UNI-Papier.

Die
Frauen müssen zu Gewinnerinnen werden - Aktionsplan 05.09
Action
plan to make women winners 05.09
General Secretary
hails pioneers and builders 04.09
Erste
Vorsitzende des UNI-Weltfrauenausschusses 04.09
First
UNI World Women’s Committee President 04.09
Bahn
frei für einen raschen Aufstieg der Frauen in Gewerkschaften! 04.09
Fast
track women in unions, conference told 04.09
Was
hindert die Frauen daran, in der neuen Wirtschaft zu Gewinnerinnen zu
werden? 03.09
Barriers
to women winning in the New Economy 03.09
UNI call to stop
economic violence against women 03.09
Aufruf der UNI:
Stop der wirtschaftlichen Gewalt gegen Frauen! 03.09
Asia Pacific
women meet 02.09
Media Briefing: August 16th - UNI World Congress - UNI World Women's Conference
07.08
Media-Briefing: 16. August -
UNI-Weltkongress - UNI-Weltkonferenz der Frauen
07.08
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