UNI 1st World Women's Conference
Berlin, September 3-4 2001
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14.10.05

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Was hindert die Frauen daran, in der neuen Wirtschaft zu Gewinnerinnen zu werden?

Bildung und Aus- und Weiterbildung sind von entscheidender Bedeutung, um die Frauen in der neuen Wirtschaft zu Gewinnerinnen zu machen.
Zu diesem Schluss gelangen die Autoren eines Hintergrundpapiers, das für einen 3 1/2-stündigen Workshop der UNI-Weltfrauenkonferenz vorbereitet wurde.
Zunächst gilt es jedoch, wichtige Ungleichheiten in der formellen Bildung und Berufsausbildung zwischen Männern und Frauen zu beseitigen.
Auch wenn es darum geht, Berufs- und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen, muss berücksichtigt werden, dass die Frauen nach wie vor die Hauptverantwortung für Haushalt und Familie tragen.
Die Arbeitsaufgaben, die vornehmlich von Frauen ausgeführt werden, sind in der Regel tiefer eingestuft und schlechter entlohnt, als diejenigen, die mehrheitlich Männerdomäne sind.
Eine noch nicht abgeschlossene UNI-Erhebung in den Sektoren Handel und Finanz in Europa zeigt zudem, dass neue gläserne Decken entstehen, die Frauen an einem beruflichen Aufstieg hindern.
Dem gegenüber stehen aber positive Entwicklungen: In Indien werden die Frauen laut Prognosen am Ende dieses Jahres 30% der Beschäftigten im Softwaresektor ausmachen - in der Mobiltelephonie sind schätzungsweise 250'000 Arbeitsplätze für Frauen geschaffen worden.

UNI Generalsekretär, Philip Jennings, spricht zur Welt-Frauen-Konferenz

Ein IAO-Beschäftigungsbericht zeigt, dass die Frauen in der digitalen Wirtschaft in der exportorientierten Online-Informationsverarbeitung heute die wichtigste Rolle spielen.
Bei vielen der neuen Jobs handelt es sich jedoch um Gelegenheits- und Teilzeitarbeit geringer Qualität.
Selbst wenn Telearbeit die Beschäftigungsmöglichkeiten erhöht, wird befürchtet, dass die neuen Formen der Arbeit an der ungleichen Verteilung der Haushalt- und Familienpflichten so lange nichts ändern, als Tele(heim)arbeit ausschließlich als eine Option für Frauen betrachtet wird.
Der IAO-Bericht ist sehr positiv:
"Informations- und Kommunikationstechnologien haben neue Formen der Arbeit geschaffen, die die Frauen begünstigen, da die Arbeit von zu Hause aus verrichtet werden kann und eine bessere Anpassung der Arbeitsorganisation an Familienpflichten erlaubt".
Viele der bestehenden sozialpolitischen Regelungen stellen jedoch für die Frauen auch in der neuen Wirtschaft Hindernisse dar.
Während die Frauen einen wachsenden Anteil der Erwerbstätigen ausmachen, verbringen sie - auf Grund der Kindererziehung - weniger Zeit am Arbeitsplatz, was sich entsprechend auf die berufliche Laufbahn, die Einkommen und sogar die Renten auswirkt.
"Greifbare Veränderungen werden dann eintreten, wenn Männer und Frauen die gleichen Möglichkeiten erhalten, ihr Familien- und Berufsleben miteinander in Einklang zu bringen, und wenn Männer ermutigt werden, von diesen Möglichkeiten Gebrauch zu machen", heißt es im UNI-Papier.
Flexibilität ist heute das Schlagwort in der Arbeitswelt.
Die positive Seite ist die erhöhte Flexibilität im Bereich der Familienpflichten.
Als negativ wird die Förderung der Teilzeit- und Gelegenheitsarbeit und der zeitlich befristeten Verträge betrachtet, die oft nicht die Leistungen vorsehen, die Vollzeitkräften gewährt werden.
In diesem Zusammenhang müssen auch die "Sweatshops" der schlecht geführten Call Center und der Exportverarbeitungszonen genannt werden, zu denen die Gewerkschaften keinen Zugang haben.
Das UNI-Papier gelangt zum Schluss, dass Globalisierung allein keine Garantie für eine Verringerung der Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen darstellt.
Die Frauen werden nur dann Gewinnerinnen in der neuen Wirtschaft sein, wenn sie globalen Zugang zur Ausbildung und zu allen Werkzeugen der Informationsgesellschaft erhalten, die über das Internet verfügbar sind.
In einem kürzlich von der IAO veröffentlichten Bericht heißt es, dass es nur einem geringen Anteil der Frauen gelingt, in leitende Positionen aufzusteigen. "Die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern werden in der neuen Wirtschaft fortdauern, wenn nicht geeignete politische Maßnahmen ergriffen werden", so das UNI-Papier.


Die Frauen müssen zu Gewinnerinnen werden - Aktionsplan 05.09
Action plan to make women winners 05.09
General Secretary hails pioneers and builders 04.09

Erste Vorsitzende des UNI-Weltfrauenausschusses 04.09
First UNI World Women’s Committee President 04.09
Bahn frei für einen raschen Aufstieg der Frauen in Gewerkschaften! 04.09
Fast track women in unions, conference told 04.09
Was hindert die Frauen daran, in der neuen Wirtschaft zu Gewinnerinnen zu werden? 03.09
Barriers to women winning in the New Economy 03.09
UNI call to stop economic violence against women 03.09
Aufruf der UNI: Stop der wirtschaftlichen Gewalt gegen Frauen!
 
03.09
Asia Pacific women meet
02.09

Media Briefing: August 16th - UNI World Congress - UNI World Women's Conference 07.08
Media-Briefing: 16. August - UNI-Weltkongress - UNI-Weltkonferenz der Frauen
07.08

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