Viele britische Ladenmanager und Abteilungsleiter, unter dem
Druck, Ziele zu erreichen und Profitspannen anzukurbeln, weisen
normalerweise ausserordentlich hohe Arbeitssunden vor, was ihre
Gesundheit, ihre Sicherheit und ihr Familienleben gefährdet.
Usdaw, Mitgliedsorganisation von UNI Handel, und deren
Abteilung für Management, Sata, arbeitet derzeit an einem Fall,
der der Regierung des Vereinten Königreiches vorgelegt werden
soll, um so die Klausel des Landes zur "wahlweisen"
Arbeitszeitbestimmung zu beenden. Das Vereinte Königreich steht
allein da bei der Anwendung einer Politik, die es den
Arbeitnehmern gestattet, wahlweise aus der maximalen
48-Stunden-Woche der Europäischen Union auszutreten.
Usdaw hat seit langem Befürchtungen, dass seine Mitglieder,
besonders die Manager und Abteilungsleiter sich zum Austritt aus
der 48-Stunden-Woche gezwungen sehen - und dann masslos die
Stunden überziehen werden. Die Zahlen der Regierung belegen, dass
4.5 Millionen Menschen (25 % der Gesamtarbeitskraft) länger als
48 Stunden die Woche arbeiten. Einer von sechs Arbeitnehmern
schafft mehr als 60 Wichenstunden.
Als Teil der Beweislast, die Usdaw der Regierungskonsultation,
die nächsten Monat endet, übergibt, sucht die Gewerkschaft nun
eine Teil der Mitgleider der Zielgrupp aus. Mehr als 12 000
Fragebögen sind in dieser Woche an Mitglieder von Usdaw/Sata, die
auf Management - und Abteilungsleiterebe stehen, geschickt worden.
Der Fragebogen wird Usdaw ermöglichen, die Durchschnittswochenarbeitsstunden
dieser Mitglieder im Vergleich zu ihrer vertraglich geregelten
Arbeitszeit zu beweisen. Gleichzeitig wird das Ergebnis zeigen,
wie viele Mitglieder darum gebeten bzw. unter Druck gesetzt
wurden, die maximale 48-Stundenwochesign zu überschreiten.
Usdaw glaubt, dass die Regierungspolitik die Arbeitnehmer der
Ausbeutung überlässt. John Hannett, Generalsekretär von Usdaw,
sagte: "Die Regulationen haben mehr als genug Möglichkeiten,
Schlupflöcher, Entscheidungsmöglichkeiten und Ausschlüsse
zugelassen, um die Kultur der langen Öffnungszeiten im Vereinten
Königreich aufrechtzuerhalten. Wir müssen diese Kultur
angreifen, weil sie die Lebensqualität schädigt und Gesundheit
in Gefahr bringt."
"Das 48-Stundenlimit auf die maximale
Durchschnittsarbeitswoche wurde nicht aus der dünnen Luft
gegriffen. Es basiert auf ausgedehnten Studien über lange
Arbeitszeiten und Unfälle. Diese belegen, dass das Risiko von
Unfällen und deren Ursachen durch Übermüdung in grösserer
Anzahl, für die Zeit über 48 Stunden, gestiegen sind. Wir
benötigen klare Grenzen, die weitläufig verstanden und rigoros
angewendet werden."