15. 01. 2004
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EuroCommerce und
UNI-Europa Handel unterschrieben Gemeinsame Erklärung: Europäischer Handel hat sich der sozialen Verantwortung und dem Dialog zwischen den Sozialpartnern verpflichtet Europäischer Handel sollte sich in Richtung qualitäts- und kundenorientierter Dienstleistungen entwickeln, durch kompetentes Personal, unter sicheren und guten Beschäftigungsbedingungen. Eine bedeutende Konferenz über den Zusammenhang zwischen der sozialen Verantwortung der Unternehmen und den Beschäftigungsbedingungen der Handelsangestellten fand im November 2003 in Brüssel statt. Am Ende der Konferenz unterzeichneten die Sozialpartner eine Gemeinsame Erklärung über die Soziale Verantwortung der Unternehmen.Diese war besonders bedeutsam vor dem Hintergrund des anhaltenden Angriffs durch führende Supermarktbetreiber auf Löhne und Zuwendungen von Einzelhandelsangestellten in den Vereinigten Staaten.
Jörgen Hoppe, Vorsitzender von UNI-Europa Handel, und Giovanni Mazza, Vorsitzender des EuroCommerce Kommittees für soziale Angelegenheiten, bei der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung. In diesem Dokument sprechen sich die Sozialpartner sehr deutlich für die Förderung der qualitätsorientierten Dienstleistung und guten Beschäftigungsbedingungen im europäischen Einzel- und Grosshandel aus. Während der zweitägigen Konferenz diskutierten 150 Firmendirektoren und führende Gewerkschaftsvertreter darüber, wie der Sozialdialog auf verschiedenen Ebenen die Beschäftigungsqualität im Handel verbessern könnte. Vor dem Hintergrund des Supermarktstreiks and der Aussperrung in den Vereinigten Staaten war es ermutigend zu bemerken, dass die drei führenden europäischen Einzelhändler - Carrefour, Metro und Tesco - Interventionen gaben, in denen sie ihr ernsthaftes Anliegen zur Entwicklung guter Bedingungen für die Arbeitnehmer erklärten.Vieles auf der Konferenz richtete sich vor allem auf gute Praktiken. Carrefours Personaldirektor Jacques Beauchet stellte die globale Vereinbarung über Arbeitnehmerrechte des Unternehmens mit UNI Handel vor. Er einigte sich mit Jan Furstenborg, Sekretär von UNI Handel, dass eine fortbestehender Sozialdialog zwischen den Partnern sowohl für das Unternehmen als auch für seine Arbeitnehmer wünschenswert sei. Es gibt positive Entwicklungen in vielen Ländern der Welt, wo die Geschäftsleitung und Gewerkschaften nun konstruktive Beziehungen pflegen und Kollektivverträge verhandeln. Das Partnerschaftsabkommen zwischen TESCO und der UNI Handelsmitgliedsorganisation USDAW zog während der Konferenz grosse Aufmerksamkeit auf sich. Tescos Personaldirektorin Cathrine Glickman und USDAWs Vize-Generalsekretär John Hannett waren einer Meinung darüber, dass das Abkommen zu einer beachtlichen Verbesserung der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen in Grossbritanniens grösstem Einzelhandelsunternehmen geführt hat, in dem USDAW mehr als 100 000 Mitglieder zählt.
Alex Rüdig berichtete auf der Konferenz, dass UNI-Europa Handel aktiv daran beteiligt gewesen ist, das TESCO Partnerschaftsabkommen auch in Polen und UNgarn einzuführen. Sie sagte, dass eine ähnliche Vorgehensweise bei der Etablierung eines Europäischen Betriebsrates im Unternehmen nützlich sein könnte. Dimitri Danilatos, griechisches Mitglied des EuroCommerce Kommittees für soziale Angelegenheiten, hört im Hintergrund zu. Alex Rüdig berichtete auf der Konferenz über die Zusammenarbeit zwischen Tesco und UNI-Europa Handel bei der Anwendung des Partnerschaftskonzepts in anderen europäischen Ländern. Sie erzählte, dass die UNI Handelsmitgliedsorganisationen in Polen und Ungarn bereits ausserordentlich gute Erfahrungen mit dem Abkommen gemacht hätten und dass eine ähnliche Vorgehensweise durch die Sozialpartner in der Tschechischen Republik, durch den Kollektivvertrag, angewendet worden sei. Die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen ist ein gemeinsames Ziel der europäischen Sozialpartner, die darüber derzeitig eine Vereinbarung verhandeln. Viele Handelsunternehmen gehen dieses Thema bereits sehr aktiv an. Der neue Personaldirektor von Metro, Dr. Jürgen Pfister, berichtete über ein umfangreiches Programm zum Training von Jugendlichen mit Behinderungen auf Arbeitsplätze in der Metro Group. In Deutschland ist Metro diesbezüglich der führende Arbeitgeber. André Boucherie, der in einem Carrefour Grossmarkt in Frankreich arbeitet, ist aktives Mitglied der Mitgliedsorganisation von UNI Handel FGTA-FO. André erzählte, wie das Unternehmen seine Umschulung unterstützt und ihn in einem seiner Grossmärkte eingestellt hatte, nachdem ihm ein Autounfall es unmöglich machte, in seinem früheren Beruf weiterzuarbeiten. Er beschrieb ebenfalls die vielen regierungsunterstützten Initiativen in Frankreich, die die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in das Berufsleben fördern.
Die Konferenz in Brüssel war eine wichtige gemeinsame Manifestation der Arbeitgeber und Gewerkschaften zur Unterstützung von Qualitätsdienstleistungen, guten Arbeitsplätzen und einem konstruktiven Sozialdialog im europäischen Handel. Jan Furstenborg von UNI Handel sprach aus, was viele dachten: es gibt keinen Platz für Sozialdumping im europäischen Einzel- und Grosshandel. Das Wal-Mart-Konzept, mit unfairen Mitteln zu konkurrieren, wird hier nicht willkommen sein. Die britische "Frei-von-Angst"-Kampagne gegen Gewalt in Geschäften wurde ebenfalls auf der Konferenz vorgestellt. Sir Bill Connor, Generalsekretär von USDAW, wurde von Wayne Lee, Seniordirektor der Co-operative Gruppe, darin unterstützt, zu unterstreichen, wie wichtig es ist, dass die Würde der Ladenarbeiter gegen Angriffe und Misshandlung geschützt wird. Gewalt ist ein ernsthaftes und zunehmendes Problem in ganz Europa und die europäischen Sozialpartner haben sich darüber verständigt, die Kampagne von USDAW auch auf Ebene der Europäischen Union anzuwenden. Insgesamt hat die Konferenz ein sehr differenziertes Bild vom Einzelhandel dargestellt, auch von Safeway und anderen amerikanischen Supermarktbetreibern, die Kollektivvertragsebenen angreifen und niedrige Wal-Mart Niveau für Löhne und Zuschüsse einführen wollen. Es wurde durch die Präsentationen, als auch durch die verschiedenen Podiumsdiskussionen, deutlich, dass die europäischen Arbeitgeber und Gewerkschaften im Handel grundsätzlich der gleichen Ansicht darüber sind, wohin der Weg der Industrie führen soll. Die soziale Verantwortung der Unternehmen ist auch für das Geschäft gut, wie es viele führende Firmenvertreter aussprachen. Andere Redner von UNI-Europa Handel waren unter anderem Ulrich Dalibor, Einzelhandelssekretär von ver.di und UNI-Europa Handel Vize-Vorsitzender, Deutschland; Javier Gonzales, Generalssekretär von FECOHT-CCOO, Spanien und Anssi Vuorio, Vize-Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, Finnland.
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