15. 01. 2004

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Zusammenarbeit in den UNI Netzwerken
zur Förderung der internationalen Dimension:
GPA Österreich beginnt innovative Kooperation mit Rewe-Billa zur Lösung der Arbeitsbeziehungsprobleme

Die österreichische Mitgliedsorganisation von UNI, GPA, hat konkrete Schritte unternommen, um durch Dialog und Kooperation mit dem Management die ernsthaften Probleme in den Arbeitsbeziehungen mit dem multinationalen Einzelhändler Billa-Rewe zu lösen. Eine besondere Arbeitsgruppe mit dem österreichischen Geschäftsführer des Unternehmens, Veit Schalle, und dem neuen Präsidenten der GPA, Wolfgang Katzian, wurde auf Initiative des Betriebsratspräsidenten Alfred Greis gegründet.

Ein Blick auf die Beschäftigungsbedingungen zeigte weitreichende Verletzungen der Arbeitsgesetzgebung und der Tarifvertragsvereinbarungen in den Läden des Unternehmens auf. Diese bezogen sich zumeist auf fehlende Registrierung der Arbeitsstunden und fehlerhafte Bestimmungsanwendungen. Die Arbeitsgruppe will dieses Problem nun angehen, die Manager schulen und die Lage korrigieren.

Die Sozialpartner werden ausserdem die Situation in der Einzelhandelskette verschärft beobachten. Zu diesem Zweck werden Mitglieder der Arbeitsgruppe die Läden besuchen.

Neuer GPA Präsident Wolfgang Katzian ruft zur internationalen Zusammenarbeit in multinationalen Unternehmen auf

GPA Präsident Wolfgang Katzian bekräftigte die Bereitschaft seiner Gewerkschaft zur europäischen und globalen Zusammenarbeit in den Netzwerken von UNI, um die Interessen der Arbeitnehmer in den multinationalen Einzelhandelsunternehmen zu verteidigen, wo es nötig ist. Dabei hob er das europäische Netzwerk Rewe-Billa, welches von UNI Handel vor einigen Jahren ins Leben gerufen worden war, als gutes Beispiel dafür hervor, wie Gewerkschaften gemeinsam Verletzungen von Arbeitsbestimmungen bekämpfen können. Wolfgang Katzian betonte auch die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit mit der deutschen Mitgliedsorganisation von UNI Handel, ver.di, da viele dieser Unternehmen in beiden Ländern etabliert sind.

Über viele Jahre verkörperte Billa in den neuen Marktwirtschaften in Mitteleuropa den schlecht betragenden Arbeitgeber, der die Würde der Ladenangestellten missachtete. In Zusammenarbeit und durch starke Unterstützung des Rewe-Billa Netzwerkes verhandelte und erzielte UNI Handel eine Lösung mit dem zentralen Rewe Management, welches in kurzer Zeit die Arbeitsbeziehungen in der Tschechischen Republik, Kroatien und in anderen Ländern normalisierte.

UNI Handel arbeitet eng mit der GPA zusammen, nicht nur in der Rewe-Billa Arbeitsgruppe, sondern auch im Rahmen des sogenannten Wiener Dialoges. Dieser bringt UNI Handel, GPA, ver.di und eine Vielzahl von Gewerkschaften aus Mitteleuropa insbesondere zur Frage der Ladenöffnungszeiten, aber auch zu generellen Themen wie beispielsweise der Herausforderung durch Deregulierung zusammen. Treibende Kraft des Wiener Dialoges ist Manfred Wolf, der für den Handel in der GPA verantwortlich und nominiertes Mitglied des UNI Handel Lenkungsausschusses ist.