15. 01. 2004

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Jede Minute des Arbeitstages wird ein Ladenarbeiter im Vereinigten Königreich angegriffen

Der Manager eines Verbrauchermarktes in London wird, auf dem Parteitag der britischen Labour Partei in Bournemouth, über das Ausmass täglichen Missbrauches und Gewalt gegen Ladenarbeiter im Vereinigten Königreich, aussagen.

David Valentine (30) ist ein anschauliches Beispiel für Einzelhandelsangestellte, die sich gegen verbale und physische Angriffe am Arbeitsplatz zur Wehr setzen müssen. Der Manager eines Ladens in Roehampton ist Sprecher auf einer Konferenz, die von der grössten Handelsgewerkschaft, USDAW, und der Genossenschaftsgruppe organisiert wurde.

2002 wurden mehr als 16 000 Ladenangestellte überfallen, beinahe 49 000 wurde mit Gewalt gedroht und 70 000 wurden verbal angegriffen. Diese Zahlen werden als Unterschätzung beurteilt, da viele Übergriffe nicht gemeldet werden.

Das Ausmass des Problems veranlasste Usdaw dazu, eine Kampagne mit dem Namen "Frei von Angst" ins Leben zu rufen - diese wurde zum unbeschreiblich grossen Erfolg. Am 17. September organisierte die Gewerkschaft einen Tag für den Nationalen Respekt für Ladenarbeiter. Veranstaltungen dazu fanden in mehr als 100 Städten und Gemeinden statt.

David Valentine ist Manager eines Ladens, auf dem bereits mehrere schockierende Überfälle verübt wurden. Die Angestellten wurden mit rassistischen Ausdrücken beschimpft und mit Brecheisen abgegriffen. Ein Sicherheitsmann des Ladens musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingewiesen werden, nachdem er von einer Bande Jugendlicher zusammengeschlagen worden war.

John Hannett, Vize-Generalsekretär von USDAW, der die Kampagne leitet, wird ebenfalls auf der Konferenz sprechen, gemeinsam mit Minister Hazel Blears und Martin Beaumont, Geschäftsführer der Genossenschaftsgruppe. John Hannett sagte: "Es ist entsetzlich, dass Ladenarbeiter täglich Misshandlungen und Gewalt ausgesetzt sind. Unsere Kampagne soll das Bewusstsein für dieses wichtige Thema schärfen und Lösungen für unsere Mitarbeiter bieten, so das sie ihr Recht auf Arbeit ohne Angst nutzen können."