07.03. 2005
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Lettische Fahrer
arbeiten für Lidl unter allerschlechtesten Bedingungen: Lidl steht in Schweden im Verdacht der Verletzung von EU Transportvorschriften Lettische Lastwagenfahrer haben für Lidl in Schweden unter Bedingungen gearbeitet, die weit unter den Minimalregelungen und -standards liegen. Ein ehemaliger Fahrer des bei Lidl unter Vertrag stehenden finnischen Transportunternehmens wurde von Schwedens führender Tageszeitung Svenska Dagbladet interviewt.Die lettischen Arbeiter, so der Fahrer, waren nach lettischem Vertragniveau beschäftigt und erhielten lettische Löhne. Diese liegen weit unterhalb der schwedischen Standards. Dem Lidl Lieferant wird zudem vorgeworfen, Arbeitszeitregelungen verletzt und die obligatorischen Pausezeiten für die lettischen Fahrer nicht beachtet zu haben. Der finnische Fahrer berichtet dem Stockholmer Blatt, dass er nicht weiter für das Unternehmen gearbeitet hat, nachdem es seinen genauen Arbeitslohn nicht ausbezahlt hatte und der Lastwagen, den er fuhr, ein Wrack war. Ein schwedisches Transportunternehmen verklagte nun den deutschen Hartdiscounter wegen Verletzung europäischer Gesetzgebung. Wie das Unternehmen Hallands Åkeriföretag erklärt, hat Lidl finnische und deutsche Unternehmen mit dem regulären inländischen Transport in Schweden beauftragt. Nach europäischem Recht ist dies aber nicht erlaubt. Dieser neue Lidl-Fall unterstreicht wieder einmal mehr die Dringlichkeit, die von der Europäischen Union vorgeschlagene Dienstleistungsrichtlinie zu revidieren, welche in ihrer derzeitigen Form einem weitreichenden Sozialdumping die Türen öffnen würde.
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