23.02. 2005

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Sozialdumping zerstört das Vertrauen der Verbraucher:

Lidl bietet im schwedischen Einzelhandel bei weitem die schlechteste Qualität

Das Unternehmen Lidl ist bei einer kürzlichen Umfrage über das Vertrauen der Verbraucher zu den schwedischen Einzelhändlern auf dem letzten Platz gelandet. Mehr als 70 Prozent waren mit der ICA zufrieden, dem Gemeinschaftsunternehmen des holländischen Handelsmultis Ahold und privaten schwedischen Geschäftsinhabern. Nur 47 Prozent der Verbraucher sprechen unterdessen dem deutschen Unternehmen Lidls das Vertrauen aus. Die Loyalität der Verbraucher zu ICA war fast doppelt so hoch wie zu Lidl und beinahe 90 gegen knapp 45 Prozent unter denen, die bei Lidl einkaufen.

Die anderen beiden grossen Ketten, Coop und Axfood, positionierten sich sehr nahe bei ICA. Dies bedeutet, dass das fehlende Vertrauen der Verbraucher zu Lidl sogar noch deutlicher zu erkennen ist.

Lidl bleibt auch in Finnland und Norwegen weit hinter den Konkurrenten zurück

Auch bei den Preisen, von Lidl selbst als dem stärkstem Wettbewerbsfaktor deklariert, verlor der deutsche Harddiscounter ganz eindeutig gegen alle grösseren Mitbewerber. Dieses Ergebnis bestätigt nun frühere Beobachtungen in Schweden, Finnland und zuletzt auch in Norwegen, dass diese Kette, die Sozialdumping betreibt, nicht so wettbewerbsfähig geblieben ist wie zum Zeitpunkt ihres Markteintrittes. Auch in zwei anderen nordischen Ländern haben Umfragen über Verbraucherzufriedenheit ergeben, dass Lidl weit hinter seinen Mitbewerbern zurückgefallen ist.

Im Vereinten Königreich ist Lidl nie wirklich erfolgreich gewesen. Tesco, Grossbritanniens führender Supermarkteinzelhändler mit einer breiten Angebotsspanne, hat sich über seinen einfachen Mitbewerber den Kopf nicht ernsthaft zerbrechen müssen. Dies wiederum deutlich, dass Tescos positive Einstellung zum Sozialdialog und zur Partnerschaft mit der britischen Mitgliedsorganisation von UNI Handel, USDAW, bei der die Ladenangestellten organisiert sind, auch für das Business und den Wettbewerb von grossem Vorteil ist.

Daheim in Deutschland herrscht das Management des Schreckens und der Angst

Auf dem Heimatmarkt Deutschland ist Lidls brutales Arbeitgeberverhalten - das Management des Schreckens und der Angst, wie es genannt wird - von der grössten Gewerkschaft des Landes, ver.di, angeprangert worden. Auch ver.di ist eine Mitgliedsorganisation von UNI Handel. Das Lidl-Schwarzbuch, dessen Titel einen dezenten Hinweis auf Lidls Eigentümer Dieter Schwarz gibt, löste eine wahre Lawine an Zeugenaussagen früherer und derzeitiger Arbeitnehmer aus. Ver.di hat mehr als 7000 dieser Meldungen während nur weniger Monate registriert und hat bereits einen neuen Bericht angekündigt.

Auch UNI Handel arbeitet nun an einer internationalen und globalen Version des Schwarzbuches, das in der allernächsten Zukunft veröffentlicht werden soll.

Die verheerenden Nachrichten über Lidls armseligen Versuch, den schwedischen Verbraucher zu überzeugen, kommen vom Schwedischen Institut für Qualitätsentwicklung (Institutet för Kvalitetsutveckling), vom Schwedischen Institut für Statistik (Statistiska Centralbyrån) und der Wirtschaftsschule von Stockholm (Handelshögskolan i Stockholm). Die Untersuchungen sind Teil der Arbeit von EFQM (Europäische Stiftung für Qualitätsmanagement) und EOQ (Europäische Organisation für Qualität) zur Entiwcklung eines gemeinsamen europäischen Index über Verbraucherzufriedenheit.