24.03.2005

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Lidl Tarifvertrag in Norwegen - Unterdrückung von Arbeitnehmern in Deutschland geht weiter

Lidls Arbeitnehmerschaft in Norwegen ist nun durch einen Tarifvertrag geschützt. Der norwegischen Mitgliedsorganisation von UNI Handel, Handel og Kontor i Norge (HK), ist es gelungen, eine Vereinbarung mit dem deutschen Hartdiscounter zu treffen. Der Vertrag betrifft 13 von 24 Lidl-Geschäften in Norwegen. Es handelt sich dabei ausnahmslos um Läden, die gewerkschaftlich organisiert werden konnten.

-Dies ist ein wichtiger Sieg für uns, erklärt Stein Kristiansen, der Vize-Vorsitzende von HK, Aftenposten, der grossen Tageszeitung aus Oslo. - Wir stehen uns nun mit Lidl besser als mit den meisten norwegischen Ladenketten, fügt er hinzu.

Dagegen hat sich Lidl in Deutschland einen Namen als besonders brutaler und gewerkschaftsfeindlicher Arbeitgeber gemacht. Das Unternehmen geht bis zum Äussersten, um Gewerkschaftsaktivitäten zu unterbinden und zu zerschlagen. Lidl ist aber auch dafür bekannt, seine Geschäftspartner einzuschüchtern und zu drangsalieren, was erst kürzlich die Werbeagentur Economia veranlasste, den Auftrag für eine Saubermannkampagne an das Unternehmen zurückzugeben. Economia hatte das schlechte Image der Billigkette polieren sollen, dass es durch miserables Arbeitgeberverhalten und seinen rücksichtslosen Umgang mit Lieferanten und Geschäftpartnern erlangt hatte.