13. 01. 2004

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UNI Handel und ver.di öffnen Türen:

Arbeitnehmer in Russlands Metro Cash & Carry gründen Gewerkschaft

Der deutsche Handelsmulti Metro etabliert sich als Marktführer im russischen Einzel- und Gorsshandel. Innerhalb weniger Jahre will das Unternehmen Tausende Arbeitnehmer in seinen cash & carry Grosshandelsmärkten und der Real.- Verbrauchermarktkette beschäftigen. Heute gibt es bereits die ersten Metro Cash & Carry Grossmärktein Moskau und St. Petersburg.

Yuri Bobkov, Vorsitzender der russischen Handelsgewerkschaft, hat seine Organisation in einen aktiven Sozialdialog mit Metro eingebracht. Das gemeinsame Projekt zwischen UNI Handel und seiner Gewerkschaft zeigt, dass eine Organisierungskampagne mit einer internationalen Dimension in einem multinationalen Unternehmen zu vorzeigbaren Resultaten führen kann.

UNI Handel und der Fachbereich Einzelhandel der deutschen UNI Mitgliedsorganisation ver.di haben eine grössere Konferenz in Moskau ausgerichtet, um die Organisierungsarbeit in Metro in Russland zu intensivieren. Gemeinsam mit der Handelsgewerkschaft der Russischen Föderation und der Region Moskau, haben die globalen und die deutsche Handelsgewerkschaft daran gearbeitet, eine Gewerkschaftspräsenz und einen konstruktiven Sozialdialog in der russischen Niederlassung von Deutschlands grösstem multinationalen Einzelhändler einzurichten.

Anna Afanasieva (links) leitet die lokale Gewerkschaftsorganisation in Metro Cash & Carry in Moskau. Sie spielte eine Schlüsselrolle bei der Organisierung der ersten Mitglieder und der Integration der Organisation in die russische Handelsgewerkschaft.

Die Gewerkschaft in Metro's russischen Cash & Carry Märkten in Moskau wurde im vergangenen Jahr gegründet. Es folgte eine Vereinbarung zwischen Metro und UNI Handel über den Aufbau des Prozesses. Als Teil dieser Vereinbarung sind die russische Handelsgewerkschaft und ihre Region Moskau nun im Sozialdialog mit der Landesunternehmensleitung engagiert.

Auf der Konferenz hatten die Vertreter der Metro Arbeitnehmer und Handelsgewerkschaftsvertreter die Gelegenheit, auch mit dem Personalmanager von Metro Cash & Carry in Russland, Frau Tatiana Koshevnikova, zu diskutieren.

Tatiana Krylova, Vorsitzende der Region Moskau der Handelsgewerkschaft, sagte, dass die Organisierungsarbeit in den multinationalen Unternehmen die Grundlage für den zukünftigen Erfolg der Gewerkschaft sein wird. Sie wird von ihrer Schlüsselposition in Moskau aus damit fortfahren, den Metro Mitarbeitern eine starke und konkrete Unterstützung zu bieten. Links von Tatiana Krylova ist Oksana Grishko, der die Friedrich Ebert Stiftung in Russland vertritt. Die deutsche Stiftung arbeitet eng mit UNI zusammen und unterstützt die Gewerkschaften beim Schutz der Arbeitnehmerrechte und der Förderung des Sozialdialoges.

UNI wurde auf der Metro Konferenz durch Jan Furstenborg vertreten, den Sekretär von UNI Handel, sowie ver.di durch Ulrich Dalibor, den Einzelhandelssekretär der deutschen Mitgliedsorganisation. Olga Vinogradova, Direktorin des UNI Moskaubüros leitete die Konferenz gemeinsam mit Oksana Grishko von der Friedrich Ebert Stiftung, die das Treffen möglich machte.