15. 01. 2004
|
|
Globale Vereinbarung mit H&M bestätigt Gewerkschaftsrechte und Recht auf Kollektivverhandlungen in allen Ländern Schwedens überaus erfolgreicher Kleidungseinzelhändler H&M hat mit UNI / UNI Handel eine Vereinbarung über Arbeitnehmerrechte geschlossen. Die Vereinbarung, in der das Unternehmen sein volle Anerkennung der fundamentalen Arbeitsstandards und seiner sozialen Verantwortung bestätigt hat, wurde gestern in Genf unterzeichnet.
In der Vereinbarung wird auf H & M’s Firmenpolitik verwiesen, die das UN Global Compact sowie die OECD Richtlinien über multinationale Unternehmen unterstützt. Dies schliesst auch Unterstützung und Respekt für die fundamentalen Menschenrechte, einschliesslich des Koalitionsrechts und des Rechts auf Kollektivverhandlungen, mit ein. H&M respektiert ebenfalls das Verbot von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und verbietet jede Form von Diskriminierung an allen Arbeitsplätzen von H&M. Die Vereinbarung wurde gestern im Hauptsitz der ILO, in Genf, in Anwesenheit von Kari Tapiola und Göran Hultin, den Vorsitzenden der ILO, unterzeichnet. - Die Vereinbarung ist für H&M sehr begrüssenswert. In H&M unterstützen und respektieren wir die Grundsätze der Vereinbarung, die wir mit UNI schliessen," sagte Rolf Eriksen, Geschäftsführer von H&M.- Business ist zunehmend globaler. Gemeinsam können Gewerkschaften und Arbeitgeber die Konventionen, die von Regierungen in der ILO unterschrieben worden sind, umsetzen und globale Arbeitsstandards sichern", sagte Philip Jennings, UNI Generalsekretär. - Die heutige Vereinbarung ist wegweisend. Die Tatsache, dass eine grosse nordische Einzelhandelskette sich in dieser Weise loyal gegenüber den fundamentalen Arbeitsnormen und dem Sozialdialog erklärt, hat grosse Bedeutung im Kampf gegen ungerechte Arbeitsbedingungen auf der ganzen Welt" sagte Jan Furstenborg, Sekretär von UNI Handel, während der Unterzeichnungszeremonie. UNI und H&M werden gemeinsame Verantwortung für die Unterstützung der Vereinbarungsumsetzung in allen Ländern, in denen das Unternehmen ist, übernehmen. Dialog zwischen UNI Handel und H&M über die Förderung des U.S. Organisierungsabkommens mit AFL-CIO In einem separaten, aber sachbezogenen Dialog mit dem schwedischen Einzelhandelsmulti, bemühte sich UNI Handel um ein Abkommen in den Vereinigten Staaten über Grundregeln für Gewerkschaftsanerkennung in H&M. Dies hat zum Beginn von Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und dem U.S. Gewerkschaftsbund AFL-CIO geführt, bei denen die UNI Mitgliedsorganisation UFCW natürlich eine Schlüsselrolle spielen wird. Das Engagement von UNI Handel folgte einer Anfrage der schwedischen Handelsgewerkschaft Handels und der Geschäftsführung des Unternehmens. Auf Empfehlung von UNI Handel hat das Unternehmen seine ursprüngliche Herangehensweise aufgegeben, die Gewerkschaftspräsenz auf den U.S. Arbeitsplätzen durch Abstimmung des sogenannten Ausschusses für Nationale Arbeitsbeziehungen (NLRB) ausschloss, da dieses Verfahren von den Gewerkschaften oft als feindschaftliches Zeichen gegen Organisierung empfunden wurde. Stattdessen hat H&M - welches gute Erfahrungen in Arbeitsbeziehungen gesammelt und klar macht, dass es das Recht seiner Arbeitnehmer auf freie Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft respektiert - AFL-CIO versichert, dass es bereit ist, ein Verfahren zu verhandeln, welches auf der Auszählung von Gewerkschaftskarten, die von Arbeitnehmern unterschrieben werden, basiert. Dies stimmt mit der Position der amerikanischen Gewerkschaften überein. Verhandlungen zwischen der Landesgeschäftsführung von H&M und AFL-CIO werden bald beginnen. Begründet auf der neuen globalen Vereinbarung wird UNI / UNI Handel den Verlauf dieser Verhandlungen sorgfältig beobachten und - falls nötig - dabei behilflich sein, eine positive Lösung und den Sozialdialog zu fördern.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Jan Furstenborg, Leiter des Department UNI Handel. Tel: + 41 79 202 19 27. Kristina Stenvinkel, Kommunikationsleiterin, H&M. Tel: + 46 8 796 39 08 + 46 8 70 796 54 40.
|