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Handel
Commerce
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companies - Englisch
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| Britische
Geschäftsangestellte: Widerstand gegen Erweiterung der
Ladenöffnungszeiten an Sonntagen erfährt breite politische
Unterstützung
Mehr als 90 Prozent der Angestellten, die von Usdaw, der
britischen Mitgliedsorganisation von UNI Handel, befragt worden
waren, haben sich gegen erweitere Ladenöffnungszeiten an Sonntagen
ausgesprochen. Die fünfhundert Befragten legten ihre Meinung im
Zusammenhang mit einer Anhörung durch das Wirtschaftsministerium
dar. Bisher können grössere Geschäfte an Sonntagen bis zu sechs
Stunden öffnen.

Britische Ladenangestellte verbringen ihre Sonntage nicht gerne hier
auf den Haupteinkaufsstrassen oder in Einkaufszentren. Neun von zehn
befragten Usdaw-Mitgliedern sind gegen die Erweiterung der
Ladenöffnungszeiten an Sonntagen.
- Es ist ein klares Zeichen, dass sich Grossbritanniens 2.7
Millionen Einzelhandelsangestellte schlichtweg gegen die erweiterte
Ladenöffnung von derzeit sechs Stunden ausgesprochen haben, so Usdaw
Generalsekretär John Hannett, der gleichzeitig auch der
Vizepräsident von UNI-Europa Handel ist. - Unsere Mitglieder sind
die Menschen, die die Extrastunden abarbeiten müssen, falls die
Regierung die bestehende, gut funktionierende Regelung ändern
sollte. Deshalb wollen wir ihrer Stimme Gehör verschaffen.
Diese Umfrage stützt die Umfrage unter britischen Kunden, welche
ergeben hat, dass 64% keine weiteren Ladenöffnungsstunden wünschten.
Eine eindeutige Mehrheit versteht die negativen Auswirkungen durch
Mehrbelastung auf die Ladenangestellte und die örtlichen
Gemeinschaften.
- Unsere Umfrage zeigte auch, dass tatsächlich 56% unserer
Mitglieder an Sonntagen weniger arbeiten wollen, weil dies der
einzige Tag ist, an dem sie, auf dem ohnehin bereits
dereguliertesten Markt in Europa, ein wenig Zeit mit ihren Familien
verbringen können.
- Unsere Mitglieder möchten mehr Zeit zuhause verbringen,
besonders wenn sie Kinder haben, was meist der Fall ist. Wenn die
Käufer bereits an 150 Wochenstunden ihr Geld ausgeben könne, so
könnten doch bei sechs Stunden an den Sonntagen alle gewinnen. Die
Konsumenten gehen einkaufen, die Einzelhändler machen Umsatz und die
Arbeitnehmer im Einzelhandel haben etwas Zeit für ihre Familien,
stellt John Hannett fest.

John Hannett erwartet, dass die Regierung auch den Einwänden der
Usdaw Mitglieder sorgfältig zuhört, bevor sie die bestehende
Sonntagsregelung ändert. - Die Einzelhändler wundern sich darüber,
dass Konsumenten und eine überdurchschnittlich hohe Zahl unserer
Mitglieder gegen eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten sind, sagt
Hannett.
Usdaw's Umfrage belegt, dass Sonntagsarbeit bei weitem keine
freiwillige Angelegenheit ist. Von allen Befragten erklärte eine
Mehrheit von 62 Prozent, dass sie wegen der Sonntagsarbeit bereits
unter Druck gesetzt worden sind. Nur 11 Prozent der
Arbeitnehmerschaft wage es, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, die
Arbeit an Sonntage abzulehnen, so die Gewerkschaft.
Usdaw wird das Wirtschaftsministerium auch daran erinnern, dass
161 Parlamentsmitglieder aller Parteien die Bedenken der
Arbeitnehmer und die Negativwirkungen auf die örtlichen
Gemeinschaften erkannt hätten.
- Wir sind überrascht über
die grosse Unterstützung aller Parteien im Parlament und fast ein
Drittel hat bereits angekündigt, sich einer Veränderung der
derzeitigen Regelung zu widersetzen, fügt Hannett hinzu.
- Sie haben akzeptiert, dass diese Veränderung negative
Auswirkungen auf das Leben unserer Mitglieder haben würde, die nicht
zuletzt auch ihre Wähler sind. Wir freuen uns, dass man ihren
Bedenken nun Aufmerksamkeit widmet. Aber selbst die grossen
Einzelhändler können sich nicht auf längere Ladenöffnungszeiten
einigen. Manche stimmen zu, andere sind dagegen.
- Unsere Einreichung an das Wirtschaftsministerium basiert nicht
auf Emotionen sondern auf soliden Nachweisen. Wir werden dabei
bleiben, dass die bestehende Regelung in zufriedenstellendem Masse
funktioniert. Es gibt keinen überzeugenden Rückhalt für einer
Erweiterung, die nicht einmal einen offensichtlichen Vorteil für den
Einzelhandelssektor mit sich ziehen würde, stellt John Hannett
abschliessend fest.
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