03.08. 2005

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Neue Enthüllungen bei WakeUpWalMart.com :

Wal-Mart wusste über Diskriminierungen Bescheid, unternahm aber nichts

Die US-Kampagne gegen die Walmartisierung des Arbeitslebens trat mit neuen Enthüllungen über die Diskrimierungen des Unternehmen gegen die Mitarbeiterinnen auf. Der Einzelhandelsmulti aus Bentonville ist wegen Diskriminierung in die grösste Sammelklage der US-Justizgeschichte verwickelt.

Wie internen Dokumenten und Aussagen zu entnehmen ist, war Wal-Mart rechtzeitig über ein mögliches Diskriminierungsproblem im Unternehmen gewarnt gewesen und hatte sich dennoch entschieden, nichts dagegen zu unternehmen, so Paul Blank, der Kampagnendirektor von WakeUpWalMart.com. 1996 hatte Wal-Mart einen Vielfalts-Ausschuss eingesetzt, aber anstatt die Empfehlungen des Ausschusses umzusetzen, löste Wal-Mart diesen auf. Zwei Jahre später entwickelten sich die Diskriminierungen bei Wal-Mart's dafür noch massiver.

Ein internes Dokument von Wal-Mart unter dem Titel "Minderheiten/Geschlechter Gehaltsanalyse" vom 21. July 2000, stellt besonders fest, "grundsätzlich liegen die Durchschnittesgehälter für weibliche Angestellte und Angehörige von Minderheiten unter dem gesamten Durchschnittsgehalt für die meisten Stellen. Durchschnittliche Lohnerhöhungen für Angehörige der Minderheitengruppen liegen grundsätzlich unter dem gesamten Durchschnittseinkommensquotienten der meisten Stellen."

Dies brachte Jeffrey Reeves, einen früheren Vize-Personaldirektor beim Unternehmen 'Sam's Club', im Januar 2003, als er gefragt wurde, ob das Unternehmen das Thema Vielfalt ganz ernsthaft angehen wollte, zur eidesstattlichen Aussage: "Ich würde sagen, vieles davon war ein Lippenbekenntnis."

 

"Heute sind wir schockiert über Wal-Marts himmelschreiende Geringschätzung von Frauen und Minderheiten.  Mehr als 1.6 Millionen Arbeitnehmerinnen leiden unter Wal-Marts Habgier.  Wal-Mart muss seine Lippenbekenntnisse, wie die eigenen Arbeitnehmer es nennen, im Bezug auf Diskriminierungsprobleme einstellen und den Menschen endlich die Wahrheit nennen.

Dies ist leider nicht das erste Mal, dass Wal-Mart die Ergebnisse einer internen Untersuche ignoriert oder überrennt.  Beispielsweise im Jahr 2000 stellten sich bei einer internen Prüfung "erhebliche Verletzungen von Kinderarbeitsgesetzen und staatliche Vorschriften über Pausenzeiten" heraus.  Innerhalb einer einzigen Woche stellten die Prüfer 1371 Zuwiderhandlungen fest.  Wal-Mart entschied sich, die Prüfung zu unterbinden und im Resultat leiden nun die Kinder. Vor drei Wochen wurde Wal-Mart wegen wiederholter Verletzung von Kinderarbeitsgesetzen in Connecticut eine Strafe auferlegt.

"Wal-Mart ignoriert ernste Probleme auf Kosten von Frauen, Kindern und unseres Landes. Die amerikanische Öffentlichkeit wird Wal-Mart für die hohen Kosten, die wir alle für dessen 10-Milliarden-$-Profit zahlen, zur Rechenschaft ziehen."