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European social dialogue
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EuroCommerce und EURO-FIET Gemeinsame Erklärung zur Bekämpfung der Kinderarbeit 1. EuroCommerce und EURO-FIET repräsentieren die Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Handel. In der Europäischen Union sind über 22 Millionen Menschen in Handel und Vertrieb tätig, was etwa 15 % der Beschäftigung ausmacht und der 14 %ige Mehrwert des Handels- und Vertriebssektors ist für das Wohlergehen der Europäischen Union entscheidend. 2. Die Sozialpartner erachten es als Verstoß gegen die Grundprinzipien der Menschenrechte, Kinder auf eine Weise auszubeuten, die ihnen eine natürliche Jugend und die Möglichkeit einer Ausbildung vorenthält. 3. Daß Kinder im Rahmen der Produktion von Waren, die unter anderem für den europäischen Markt bestimmt sind, in manchen Ländern nach wie vor ausgebeutet werden, gibt dem europäischen Handel Anlaß zur Sorge. 4. Daher - betonen die europäischen Sozialpartner des Handels, daß dort, wo Kinderarbeit stattfindet, die betroffenen Länder die Pflicht haben, jegliche Ausbeutung von Kindern zu bekämpfen, die gegen ihre Menschenrechte verstößt, einschließlich derer, die in der Gesetzgebung ihrer eigenen Länder verankert sind; - drängen die europäischen Sozialpartner des Handels die fraglichen Länder, Maßnahmen zu ergreifen mit dem Ziel, Kindern ihr Recht auf eine natürliche Jugend und Ausbildung zu gewährleisten; - fordern die europäischen Sozialpartner des Handels die Schaffung entsprechender Politiken zur positiven Unterstützung dieser Maßnahmen, da viele der betroffenen Länder Entwicklungsländer sind; - sind sich die europäischen Sozialpartner des Handels der wachsenden Forderung nach Erzeugnissen bewußt, die aus einem Herstellungsprozeß ohne Ausbeutung von Kinderarbeit hervorgehen, und sie wird von ihnen unterstützt; - befürworten die europäischen Sozialpartner des Handels das Ziel, wo es möglich ist, zu vermeiden, mit Waren Handel zu treiben, bei deren Herstellung gegen die Rechte von Kindern verstoßen wird; - empfehlen sie dem Einzel-, Groß - und Außenhandel, auf alle Anzeichen zu achten, die darauf hinweisen könnten, daß die Herstellung eines Erzeugnisses unter Ausbeutung von Kindern geschieht; - geben sie dem Handelssektor die Empfehlung, angemessene und durchführbare Initiativen mit dem Ziel, ausschließlich seriöse Lieferanten in Anspruch zu nehmen, zu unterstützen. 5. Die Sozialpartner des Handels sind sich klar, daß große Unternehmen, und vor allem multinationale Konzerne, direktere Maßnahmen ergreifen können, um den Handel mit Erzeugnissen zu vermeiden, die unter Ausbeutung von Kindern hergestellt werden, als kleine Unternehmen, deren Bezug über Dritte erfolgt. 8. März 1996 |