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09/12/2001
Solidaritäts und Kampagnen Bulletin - Kongress-Sonderausgabe 8/2001

Maung Maung berichtet an derKongress-Sondersitzung über Burma
Der im Exil lebende burmesische Gewerkschaftsführer Maung Maung, Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes von Burma (FTUB), erhielt großen Beifall für seine Ansprache. Die KongressteilnehmerInnen verurteilten die andauernden Unterdrückungsmaßnahmen durch das Militärregime in Burma. Maung Maung forderte, dass die Unternehmen, die weiterhin Geschäfts-beziehungen in Burma unterhalten, unter Druck gesetzt werden und dass die Sanktionen der Europäischen Union verstärkt werden. Gestützt auf die neuen OECD-Leitlinien sollten die Gewerkschaften zudem Beschwerden gegen bestimmte Firmen einreichen. Die UNI und ihre Mitgliedsorganisationen sollten auch direkt bei den Unternehmen vorstellig werden, die in Burma weiterhin Geschäfte tätigen.
Besucht die FTUB-Website: www.tradeunions-burma.org und bringt Eure Unterstützung zum Ausdruck.
Sondersitzung über Korea - Unterzeichnung einer sieben Meter langen Petition für die Freilassung von Lee
Der koreanischen Botschaft in Berlin wurde eine sieben Meter lange Bittschrift für die Freilassung der inhaftierten Gewerkschafter in Südkorea unterbreitet. Mehr als 50 Delegierte aus Korea und dem asiatisch-pazifischen Raum überbrachten diese Bittschrift, die von hunderten von UNI-Weltkongress-Delegierten unterzeichnet worden war. Die Präsidenten von zwei UNI-Mitgliedsorganisationen - Lee Yong-Deuk von der koreanischen Bankangestellten-Gewerkschaft KFIU und Yang Kyung-Kyu von der Gewerkschaft der öffentlich Bediensteten KPSU - befinden sich derzeitig zusammen mit zahlreichen anderen Gewerkschaftsfunktionären und Aktivisten in Seoul in Haft Es wurde nur Joe de Bruyn, Präsident von UNI-Asia & Pacific, und dem koreanischen Delegierten Park Hee-Suk gestattet, die Botschaft zwecks Übergabe der Bittschrift zu betreten.
Unterstützung für die GerwerkschafterInnen in Simbabwe in ihrem Kampf um Gerechtigkeit und Demokratie
Im Verlauf der Schluss-Sitzung des UNI-Weltkongresses in Berlin wurde der Ausschluss Simbabwes aus dem Commonwealth und stärkerer Druck vonseiten europäischer Regierungen angesichts der in diesem Land beobachteten Verstöße gegen die Menschen- und Gewerkschaftsrechte gefordert. Die Delegierten stimmten einem Antrag zu, der die Wiederherstellung aller demokratischen Rechte in Simbabwe fordert. Die Regierung unter Mugabe nimmt auch die Gewerkschaften unter Beschuss. Viele öffentlich Bedienstete haben aufgrund des Gesetzes kein Recht, Gewerkschaften beizutreten, Gewerkschaftsführer sind Angriffen und Schikanierungsmaßnahmen ausgesetzt und mit der Schaffung unechter Gewerkschaften wird versucht, die Arbeitnehmer zu spalten.
Der Fall des Frachters Tampa
Im besonderen Fall des Frachters Tampa forderten die Delegierten alle Regierungen auf, Flüchtlingen aus humanitären Gründen den Zutritt zu ihren Ländern zu gestatten, die notwendigen Nahrungsmittel, Unterkünfte, Gesundheitsdienste und Rechtshilfe zur Verfügung zu stellen und eine rasche Prüfung ihrer Fälle vorzunehmen. Die Delegierten verurteilten auch die Haltung der Regierungen von Indonesien und Australien in diesem bedauerlichen Zwischenfall und forderten Maßnahmen, mit denen kriminelle Organisationen, die mit Menschenschmuggel Geschäfte machen, aufgespürt und beseitigt werden können.
UNI an der Sonderkonferenz für Frieden in Kolumbien
Anlässlich der Kolumbien gewidmeten Arbeitssitzung des UNI-Weltkongresses vereinbarten die UNI und die Mitgliedsorganisationen, die vom IBFG gesponserte Sonderkonferenz für Frieden, die in Bogota stattfinden wird, und damit die kolumbianischen Gewerkschaften zu unterstützen. Die Delegierten vereinbarten auch die Ausarbeitung einer Erklärung, in der die Ermordung von Gewerkschaftern und die Gewalt gegen die Gewerkschaftsbewegung in Kolumbien verurteilt werden.
UNI-Kongress erklärt sich solidarisch mit ArbeitnehmerInnen in Argentinien
Der Kongress sicherte den Gewerkschaften Argentiniens Unterstützung in ihrem Kampf für die Erhaltung sozialer Rechte zu, angesichts der Sparmaßnahmen, die nach dem Angriff auf den Peso eingeführt worden sind. Der Kongress lehnte die Lohnkürzungen bei öffentlich Bediensteten und Rentnern ab und brachte seine Solidarität mit der Bevölkerung und der Gewerkschaftsbewegung Argentiniens zum Ausdruck.
Kongress begrüßt den UNI-Bericht über Globale Organisierung
Das Konzept des UNI-Organisierungsberichtes erhielt volle Unterstützung seitens der KongressteilnehmerInnen. Der Bericht umfasst 3 Abschnitte, nämlich Organisierungserfolge, Multinationale Unternehmen und die Organisierungsbemühungen der UNI sowie auch die Ergebnisse einer Erhebung über Organisierungstätigkeiten, die die UNI bei den Mitgliedsorganisationen durchgeführt hatte. Einzelheiten betreffend Bericht und Fragebogen sind einzusehen auf der UNI-Webseite http://www.union-network.org/UNIindep.nsf/research+(Public)?open
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