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12/19/2002
Solidaritäts und Kampagnen Bulletin 12/2002
Personal der Chinese Daily News wartet seit 2 Jahren auf Gewerkschaftsvertretung
Im Oktober 2000 beschlossen die Angestellten der Chinese Daily News in Monterey Park, Kalifornien, eine Gewerkschaftsvertretung anzustreben. Diese Beschäftigten warten nun seit über 17 Monaten auf ein Zeichen der zuständigen Behörde (National Labour Relations Board -NLRB) in Washington DC, die ihre Entscheidung ratifizieren muss, und sie haben keine Anhaltspunkte, wann die Behörde reagieren wird. Mittlerweile werden Angestellte, die sich offen für eine gewerkschaftliche Organisierung aussprechen, transferiert, schikaniert und belästigt. In jüngster Zeit will man sie mit Einschüchterungsmaßnahmen, so mit der Unterzeichnung einer Petition, zum Verzicht auf die Gewerkschaft veranlassen - und dies genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die Berechnungen für die Jahresgratifikation vorgenommen werden. Diese Prämie beträgt oft bis zu 10% des gesamten Jahreseinkommens.
Bitte unterstützt diese mutigen Angestellten, indem ihr ein Protestschreiben an den Präsidenten der Chinese Daily News Company sendet!!!
http://www.union-network.org/uniindep.nsf/4e36123c6ddb05b7c12568f000341550/4f3e82f6b1e7dc80c1256c8e00244add?OpenDocument

UNI beschuldigt den IWF der "politischen Erpressung" im Bankenkonflikt in Sambia
Dem Internationalen Währungsfonds wird "politische Erpressung" vorgeworfen, weil er versucht, die Regierung Sambias zu zwingen, eine Bank zu privatisieren oder aber den Verlust eines Schuldenerlasses in der Höhe von 1 Milliarde Dollar hinzunehmen. Die UNI forderte den Geschäftsführenden Direktor des IWF, Horst Köhler, auf, durch sein Einschreiten eine weitere Verschärfung des Konflikts zu verhindern. In einem Schreiben an den IWF-Direktor erklärte UNI-Generalsekretär Philip Jennings: "In einer Zeit, in der die Rückzahlungen Sambias an den IWF neue Auszahlungen bei weitem übersteigen (in 2001-2002) und in der die Dürrekatastrophen, verbunden mit der HIV-AIDS-Pandemie, in allen Teilen des südlichen Afrikas verheerenden Schaden anrichten, fordern wir den Fonds auf, seine Politik in Bezug auf die Privatisierung der ZANACO zu überdenken."
http://www.union-network.org/uniinfo.nsf/58f61ccf5875fe90c12567bb005642f9/ed21f78b39287477c1256c8e004cb05d?OpenDocument


Simbabwe: Gewerkschaftsführer auf freiem Fuß
Neun vom Regime von Präsident Robert Mugabe festgehaltene Gewerkschaftsführer wurden am 9. Dezember aus der Haft entlassen, nachdem die Behörden Simbabwes mit Protestschreiben von Gewerkschaften aus allen Teilen der Welt überhäuft worden waren. Einer der Inhaftierten, Wellington Chibhebhe, Generalsekretär der der IBFG angehörenden ZCTU, wurde während seiner Inhaftierung in der Zelle einer Polizeiwache in Harare geschlagen. Die Polizei sprach auch Drohungen gegen ihn aus und erklärte, er werde "entfernt oder beseitigt", wenn er nicht als ZCTU-Generalsekretär zurücktrete. Die UNI hat auch Schreiben an Präsident Mugabe und an den IAA-Generaldirektor Juan Somavia gesandt.
http://www.icftu.org/displaydocument.asp?Index=991216925&Language=EN


Malaysia: Aktionsplan der Bankangestellten
Malaysische Bankarbeitgeber haben einseitig beschlossen, die Gewerkschaftsbeiträge nicht mehr von den Gehältern der Mitglieder der malaysischen UNI-Finanz-Gewerkschaft NUBE abzuziehen. Die Banken handeln damit im Widerspruch zu der Regierung, die die Wiedereinführung der automatischen Gewerkschaftsbeitrags-Einziehung durch die Arbeitgeber verlangt hat. NUBE hat einen Aktionsplan aufgestellt, der auch Streikposten vor den Banken im ganzen Land vorsieht. Die UNI hat das Vorgehen der Arbeitgeber verurteilt, und ihre Mitgliedsorganisationen haben mit der Versendung von Protestschreiben begonnen.
http://www.union-network.org/uniindep.nsf/4e36123c6ddb05b7c12568f000341550/736868f36d95a05dc1256c7f004d3ede?OpenDocument

Internationale Gewerkschaftsführer treffen mit der IAO-Weltkommission für die soziale Dimension der Globalisierung zusammen
30 internationale Gewerkschaftsführer treffen zur Zeit mit 7 Mitgliedern einer 26 Vertreter umfassenden IAO-Weltkommission für die soziale Dimension der Globalisierung zur Erörterung von gewerkschaftlichen Anliegen im Zusammenhang mit globalen wirtschaftlichen und sozialen Fragen zusammen. Das Hauptziel der Kommission besteht darin, "den Bedürfnissen der Menschen angesichts der durch die Globalisierung bedingten, tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Leben, ihren Familien und ihrer Gesellschaftsordnung gerecht zu werden". Die Gewerkschaftsführer stellten das mangelnde Vertrauen der Öffentlichkeit in die Globalisierung heraus und unterstrichen die dringende Notwendigkeit, Fragen wie Beschäftigung, Rechte der Arbeitnehmer, nachhaltige Entwicklung und öffentliche Dienste unverzüglich in den Mittelpunkt des Entscheidungsprozesses zu stellen.
http://www.icftu.org/displaydocument.asp?Index=991216851&Language=EN

Neue Website über den Global Compact der UNO
Die UNI hat ein neues Website-Portal in Bezug auf den Global Compact geschaffen. Das strategische Ziel des Global Compact besteht darin, die multinationalen Konzerne dazu zu bringen, dass sie ihre Unternehmenspolitik mit international anerkannten Werten und Zielen in Einklang bringen. Die zentralen Werte des Global Compact wurden in neun Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte und Arbeits- und Umweltnormen eingearbeitet. Der Global Compact verlangt ein Engagement von Seiten aller relevanten sozialen Akteure: Regierungen, Unternehmen, Arbeitnehmerorganisationen, Gruppen der Zivilgesellschaft und Vereinte Nationen.
http://www.unglobalcompact.org

Gewerkschaftsbeitrag zum Weltgipfel über die Informationsgesellschaft (WSIS)
Vom 9. Dezember bis 15. Januar läuft eine Online-Diskussion im Vorfeld des geplanten WSIS. Weitere einschlägige Informationen auf der von der UNI eingerichteten WSIS-Internetseite: http://www.union-network.org/UNIsite/In_Depth/Interna_Relations/wsis.html. Die UNI nimmt an diesem Diskussionsforum teil. Wir möchten Euch eine Mitwirkung in diesem Forum wärmstens empfehlen; die Adresse lautet: http://wsisforum.unesco.org



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